Dienstag, 8. September 2026

(•‿-) Von der Turnaround-Story zur Wachstumsstory

 

Rekordwachstum, Open Banking als neuer Hebel – und eine Bewertung, die noch Luft lässt 

Die net digital AG hat sich innerhalb von nur zwei Jahren von einem kaum beachteten deutschen Micro Cap zu einem profitablen Payment- und Telekommunikationsdienstleister mit starkem Wachstum entwickelt. Die vorläufigen Halbjahreszahlen 2026 deuten darauf hin, dass die Dynamik sogar noch zunimmt. Gleichzeitig baut das Unternehmen mit „Net Money“ eine eigene Open-Banking-Plattform auf. Bei einem Börsenwert von nur rund 40 Mio. Euro könnte genau diese Kombination aus profitablem Bestandsgeschäft und neuer Fintech-Optionalität für Anleger interessant sein.

Von der Turnaround-Story zur Wachstumsstory

Bei kleinen börsennotierten Unternehmen gibt es immer wieder Situationen, in denen sich die operative Realität deutlich schneller verändert als die Wahrnehmung am Kapitalmarkt. Die net digital AG könnte ein solcher Fall sein.

Noch 2024 erzielte der Düsseldorfer Konzern einen Umsatz von lediglich 11,0 Mio. Euro. Das EBITDA lag praktisch an der Nulllinie. Ein Jahr später standen bereits 37,8 Mio. Euro Umsatz, 4,19 Mio. Euro EBITDA und 2,88 Mio. Euro Jahresüberschuss in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Umsatz hat sich damit innerhalb eines Jahres mehr als verdreifacht. Noch wichtiger: Aus Wachstum wurde erstmals richtiges Ergebniswachstum.

Und 2026 scheint diese Entwicklung nicht abzubrechen.

Am 25. August meldete net digital vorläufige Zahlen für das erste Halbjahr 2026. Der Umsatz stieg auf rund 31 Mio. Euro, gegenüber rund 13 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim EBITDA werden 3,1 bis 3,3 Mio. Euro erwartet, nach rund 1,3 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2025. Der vollständige Halbjahresbericht soll erst im Oktober veröffentlicht werden. 

Das sind bemerkenswerte Zahlen für ein Unternehmen, dessen Börsenwert aktuell nur bei ungefähr 40 Mio. Euro liegt. Doch die spannendere Frage lautet inzwischen nicht mehr, ob net digital profitabel wachsen kann. Das Unternehmen hat dies 2025 bewiesen. Entscheidend ist vielmehr: Wie groß kann net digital werden, wenn zum bestehenden Payment-, Carrier- und Reseller-Geschäft in den kommenden Jahren noch Open Banking hinzukommt? Genau hier beginnt die eigentliche Investmentthese.

Was macht net digital eigentlich?

Net digital ist kein klassischer Softwarekonzern und auch kein reiner Payment Service Provider. Das Geschäftsmodell liegt an der Schnittstelle zwischen Telekommunikation, Payment, Abrechnung, digitalen Plattformen und zunehmend Finanztechnologie.

Der Konzern hält unter anderem Beteiligungen an der mobile business engine GmbH, ecardon payments GmbH, net mobile minick GmbH, Cubic24 communications GmbH und der KI-Tochter irisnet GmbH. Die wesentlichen Umsatzfelder sind Zahlungsdienstleistungen, Digital Enabling sowie Kommunikations- und Messaging-Dienste.

Für 2025 stammen inzwischen mehr als 80 Prozent der Erlöse aus dem Carrier- und Reseller-Umfeld. Das erklärt einen wesentlichen Teil des Wachstumsschubs. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit mit Telekommunikationsunternehmen. Bereits 2023 schloss die Tochter mobile business engine einen weitreichenden Rahmenvertrag mit 1&1 für das Direct Carrier Billing. Dafür entwickelte MBE eine eigene Carrier-Grade-Plattform. 1&1 wollte seinen damals rund zwölf Millionen Mobilfunkkunden damit unter anderem die Bezahlung digitaler Produkte und Dienste über die Mobilfunkrechnung ermöglichen. 

Net digital befindet sich damit an einer interessanten Stelle der Wertschöpfungskette: Das Unternehmen besitzt die technische Infrastruktur, um große Transaktionsvolumina zwischen Telekommunikationsunternehmen, Händlern und Endkunden abzuwickeln. Und gerade bei solchen Plattformmodellen können zusätzliche Volumina sehr attraktiv sein, sobald die Infrastruktur einmal aufgebaut ist.

Die Halbjahreszahlen 2026 verändern die Ausgangslage

Die im August vorgelegten Eckdaten für H1 2026 sind aus meiner Sicht der wichtigste Punkt der aktuellen Investmentthese. Der Markt kannte bislang die Jahresprognose vom März:

Umsatz 2026: 48 bis 53 Mio. Euro

EBITDA 2026: 4,7 bis 5,2 Mio. Euro. 

Nun wurden nach sechs Monaten bereits etwa 31 Mio. Euro Umsatz und 3,1 bis 3,3 Mio. Euro EBITDA erreicht. Das bedeutet: Net digital hat nach sechs Monaten bereits etwa 58 bis 65 Prozent der bisherigen Jahresumsatzprognose und rund 60 bis 70 Prozent der EBITDA-Prognose erzielt.

Ein einfaches Hochrechnen des ersten Halbjahres wäre selbstverständlich zu aggressiv. Umsatz und Ergebnis müssen nicht gleichmäßig auf beide Halbjahre verteilt sein. Trotzdem ist kaum zu übersehen, dass die bestehende Prognose zunehmend konservativ aussieht. Das eröffnet einen kurzfristigen Katalysator: Eine Prognoseanhebung im Zusammenhang mit dem Halbjahresbericht im Oktober erscheint zumindest plausibel.

Die Qualität des Wachstums ist wichtiger als der Umsatz allein

Bei der Analyse von net digital sollte man allerdings nicht den Fehler machen, lediglich auf die Umsatzentwicklung zu schauen. Das Geschäft beinhaltet erhebliche durchlaufende beziehungsweise transaktionsabhängige Aufwendungen. 2025 standen 37,8 Mio. Euro Umsatz beispielsweise Materialaufwendungen beziehungsweise bezogene Leistungen von 28,2 Mio. Euro gegenüber.

Bei solchen Geschäftsmodellen ist deshalb die Entwicklung von EBITDA, EBIT und Cashflow aussagekräftiger als das reine Umsatzwachstum. Und genau hier ist die Entwicklung positiv.

2025 stieg das EBITDA auf 4,19 Mio. Euro, das EBIT erreichte 3,59 Mio. Euro und der Jahresüberschuss 2,88 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge lag bei rund 11 Prozent. 2024 war das operative Ergebnis noch nahezu bedeutungslos beziehungsweise auf EBIT-Ebene negativ. Der Konzern selbst führt die Ergebnisverbesserung ausdrücklich auf gestiegenes Geschäftsvolumen, neue Kunden sowie Skaleneffekte zurück.

Der nächste mögliche Wachstumstreiber heißt Open Banking

Net digital hat im Geschäftsjahr 2025 mit dem Aufbau einer eigenen Open-Banking-Lösung begonnen. Im Geschäftsbericht wird ausdrücklich von der Vorbereitung des Markteintritts gesprochen. Entwickelt wurden unter anderem die notwendige Systemarchitektur sowie Prozesse und Strukturen für künftige Open-Banking-Dienstleistungen. Das Management bezeichnet den Bereich als Zukunftsfeld mit zusätzlichem mittel- bis langfristigem Wachstums- und Ertragspotenzial.

Inzwischen ist das Projekt konkreter geworden. Unter der Marke Net Money präsentiert net digital eine neu entwickelte Account-to-Account-Payment-Plattform. Das Prinzip: Verbraucher bezahlen einen Händler nicht mehr über Kreditkarte oder Wallet, sondern direkt vom eigenen Bankkonto auf das Konto des Händlers.

Die Plattform soll Bankverbindungen europaweit abstrahieren, Strong-Customer-Authentication-Prozesse abwickeln und Zahlungen über SEPA Instant schnell abrechnen. Net Money positioniert sich ausdrücklich mit dem Ziel, Account-to-Account-Zahlungen als Alternative zu klassischen Kartenverfahren zu etablieren. Damit entsteht ein neuer Geschäftsbereich praktisch von Grund auf.

Warum Account-to-Account Payment wirtschaftlich so interessant ist

Um das Potenzial zu verstehen, muss man sich die heutige Zahlungsabwicklung ansehen. Bei einer Kreditkartenzahlung sind mehrere Parteien beteiligt. Dazu gehören Händler, Payment Service Provider, Acquirer, Kartenorganisation und kartenausgebende Bank. Jede Ebene erhält einen Teil der Gebühren.

Eine Open-Banking-Zahlung kann diese Wertschöpfungskette erheblich verkürzen. Der Kunde wählt beispielsweise im Online-Shop „Pay by Bank“, wählt seine Bank aus, authentifiziert die Zahlung in seiner Banking-App und überweist das Geld direkt auf das Händlerkonto.

Die Vorteile für den Händler können beträchtlich sein:

  • Erstens: geringere Zahlungsgebühren.
  • Zweitens: keine klassischen Karten-Chargebacks.
  • Drittens: schnellere Liquidität.
  • Viertens: weniger Kartendaten und damit eine andere Betrugsstruktur.
  • Fünftens: über Account-Information-Services können zusätzliche Anwendungen rund um Identifizierung, Bonitätsprüfung oder Risikoanalyse entstehen.

Für net digital ist deshalb nicht nur die einzelne Zahlung interessant. Der strategisch größere Wert könnte darin liegen, Payment und Daten miteinander zu verbinden. Aus einer einfachen Zahlungsabwicklung könnte damit eine Plattform entstehen, die Händlern zusätzlich Risikoanalyse, Account Verification, Identitätsprüfung und weitere Embedded-Finance-Funktionen zur Verfügung stellt. Genau hier wird aus einem Payment Processor möglicherweise ein Fintech-Infrastrukturunternehmen.

Der regulatorische Rückenwind ist ungewöhnlich stark

Net digital baut seine Plattform außerdem zu einem Zeitpunkt auf, an dem sich die europäische Zahlungsinfrastruktur stark verändert. Seit Oktober 2025 müssen Zahlungsdienstleister im Euroraum grundsätzlich das Senden von Euro-Echtzeitüberweisungen anbieten. Bereits seit Januar 2025 bestand die Verpflichtung zum Empfang. Instant Payments dürfen außerdem grundsätzlich nicht teurer sein als entsprechende normale Überweisungen. Hinzu kommt die verpflichtende Empfängerüberprüfung. 

Damit wird eine wichtige technische Voraussetzung für kommerzielle Account-to-Account-Zahlungen flächendeckend verfügbar. Parallel wird der regulatorische Rahmen für Payment Services weiterentwickelt. Im November 2025 wurde eine politische Einigung zur Überarbeitung von PSD2 erzielt. Für ein Unternehmen wie net digital sind diese Entwicklungen relevant. Die bestehende Zahlungsinfrastruktur Europas wird schneller, standardisierter und stärker API-basiert. Genau auf dieser Infrastruktur können neue Payment-Anbieter ihre Produkte aufsetzen.

Es wäre übertrieben, daraus automatisch einen Erfolg von Net Money abzuleiten. Open Banking ist mittlerweile ein wettbewerbsintensiver Markt. Unternehmen wie Tink, TrueLayer, Yapily oder Token.io verfügen teilweise über deutlich mehr Kapital, Bankintegrationen und internationale Reichweite. Aber net digital muss auch nicht zum europäischen Marktführer werden. Für ein Unternehmen mit rund 40 Mio. Euro Börsenwert kann bereits ein kleiner Marktanteil wirtschaftlich relevant sein.

Net digital startet nicht bei null

Eine weitere Besonderheit unterscheidet die Open-Banking-Story von vielen klassischen Small-Cap-Visionen: Net digital versucht nicht, plötzlich in eine völlig neue Branche einzusteigen. Die Tochter mobile business engine verfügt bereits seit 2021 über eine BaFin-Erlaubnis für Zahlungsdienste. Diese ermöglicht unter anderem die Annahme und Abrechnung von Zahlungsvorgängen. 

2025 wurde die Wertschöpfung nochmals erweitert. MBE positionierte sich als Payment Facilitator. Dadurch können Händler vereinfacht an die Infrastruktur eines Acquirers angeschlossen werden. Net digital kann dabei unter anderem Händler-Onboarding, KYC, Risikomanagement und die Verwaltung der Zahlungsprozesse übernehmen. Open Banking ist damit weniger eine komplette Neugründung als eine Erweiterung der bestehenden Payment-Wertschöpfungskette.

Was passiert, wenn H1 2026 kein Ausreißer war?

Das erste Halbjahr brachte 3,1 bis 3,3 Mio. Euro EBITDA. Würde net digital im zweiten Halbjahr lediglich nochmals eine vergleichbare Größenordnung erreichen, ergäbe sich ein EBITDA von ungefähr 6,2 bis 6,6 Mio. Euro. Das ist ausdrücklich keine Unternehmensprognose, sondern eine einfache Sensitivitätsrechnung. Bei einem Enterprise Value von rund 37 Mio. Euro würde die Bewertung dann nur noch bei etwa: 5,6 bis 6,0x EV/EBITDA liegen. Und dabei wäre ein signifikanter Ergebnisbeitrag von Open Banking noch gar nicht notwendig. Genau deshalb halte ich die Bewertung für interessant.

Der Kapitalmarkt bewertet net digital aktuell nicht wie ein hoch bewertetes Fintech oder Softwareunternehmen. Die Aktie wird im Wesentlichen wie ein kleiner, zyklischer beziehungsweise projektabhängiger Payment-Dienstleister bewertet. Sollte sich dagegen zeigen, dass die Erträge nachhaltig wachsen und Net Money tatsächlich Kunden gewinnt, könnte sich nicht nur der Gewinn erhöhen. Es könnte zusätzlich zu einem Multiple Re-Rating kommen.

Wo liegen die größten Risiken?

Eine Small-Cap-Story mit solchen Wachstumsraten ist naturgemäß nicht risikofrei. Das erste Risiko betrifft die Umsatzqualität. Ein großer Teil der Umsätze ist mit hohen bezogenen Leistungen verbunden. Anleger sollten deshalb weniger auf den Umsatz als auf Bruttoertrag, EBITDA, EBIT und Cashflow achten.

Das zweite Risiko ist die Kundenkonzentration. Große Telekommunikationspartner können enorme Wachstumseffekte erzeugen. Gleichzeitig schafft eine hohe Abhängigkeit von einzelnen Partnern entsprechende Risiken.

Das dritte Risiko ist Open Banking selbst. Net Money ist technologisch interessant, aber ein funktionierendes Produkt ist noch kein funktionierendes Geschäftsmodell. Entscheidend werden zahlende Händler, Transaktionsvolumen und Unit Economics sein.

Das vierte Risiko ist die Konkurrenz. Tink gehört Visa, daneben stehen etablierte Anbieter wie TrueLayer, Yapily, Token.io sowie große klassische Paymentunternehmen. Net digital muss deshalb eine Nische finden, in der bestehende Kundenbeziehungen, Technologie oder Preisstruktur einen echten Vorteil erzeugen.

Hinzu kommen regulatorische Anforderungen, IT-Sicherheit und Cyberrisiken. Gerade bei Open Banking und Zahlungsdiensten ist ein technischer oder regulatorischer Fehler erheblich gravierender als bei normaler Unternehmenssoftware.

Und schließlich bleibt net digital eine sehr kleine Aktie mit begrenzter Liquidität. Größere Käufe oder Verkäufe können den Kurs entsprechend stark bewegen.

Die nächsten Katalysatoren

Für die kommenden Monate achte ich besonders auf vier Punkte. Der erste Katalysator ist der Halbjahresbericht im Oktober 2026. Dann bekommen Anleger erstmals detailliertere Zahlen zu H1. Entscheidend sind insbesondere Margen, Cashflow und die Zusammensetzung des starken Umsatzwachstums.

Der zweite Punkt ist eine mögliche Anhebung der Jahresprognose. Der Vorstand hat ausdrücklich angekündigt, die Prognose nach den finalen Halbjahreszahlen zu überprüfen. 

Der dritte und möglicherweise wichtigste Trigger ist Net Money. Der Kapitalmarkt braucht nun konkrete Belege: Markteinführung, Bankenabdeckung, erste Händler, Pricing und irgendwann Transaktionsvolumen.

Der vierte Punkt betrifft das bestehende Geschäft. Wenn Carrier, Reseller und Payment weiter zweistellig wachsen, reduziert dies das Risiko der Investmentthese erheblich. Open Banking wäre dann kein notwendiger Rettungsanker, sondern eine kostenlose beziehungsweise zumindest sehr günstig bewertete Option auf zusätzliches Wachstum.

Fazit: Die interessanteste Phase könnte erst beginnen

Net digital hat in den vergangenen 18 Monaten etwas geschafft, was bei deutschen Micro Caps vergleichsweise selten vorkommt: Das Unternehmen hat eine Wachstumsstory tatsächlich in Gewinn verwandelt. 2024 lag das EBITDA praktisch bei null. 2025 wurden 4,2 Mio. Euro erreicht. Nach sechs Monaten 2026 stehen bereits 3,1 bis 3,3 Mio. Euro in den vorläufigen Zahlen. Damit ist die operative Basis inzwischen deutlich solider als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig öffnet sich mit Open Banking ein neuer Markt. Mit Net Money baut net digital eine eigene Account-to-Account-Payment-Plattform auf, die direkte Bankzahlungen, SEPA Instant und perspektivisch datenbasierte Zusatzdienste verbindet. 

Das Entscheidende für die Aktie ist aber die Relation zwischen möglichem Ertrag und heutiger Bewertung. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 40 Mio. Euro wird nicht bereits ein europäischer Open-Banking-Marktführer eingepreist. Selbst das bereits vorhandene Geschäft erscheint bei Fortsetzung der H1-Dynamik moderat bewertet. 

Mein Bewertungsmodell für die kommenden Jahre

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Mein Grundgedanke beim investieren ist, eine Aktie günstiger zu kaufen, als sie eigentlich Wert ist. Ich arbeite dabei mit einem „fairen KGV“ - (KGV - Kurs-Gewinn-Verhältnis), das den fairen Wert einer Aktie wieder spiegeln soll. Wenn für ein Unternehmen ein faires KGV von 15 berechnet wird und aktuell an der Börse für ein KGV von 10 gehandelt wird, dann wäre es ein günstiger Kauf. Je größer die Kluft zwischen fairen und aktuellen KGV, desto günstiger liege ich im Einkauf!  Aus dieser „Kluft“ berechne ich das Potential für zukünftige Kursgewinne, da früher und leider manchmal auch später, der Aktienmarkt das „faire KGV“ erkennt.

Das "faire KGV" liegt hier nach meinen Berechnungen bei 18,7

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