Montag, 6. März 2017

Und ewig grüßt das Murmeltier - „Irrational Exuberance“

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Der Ausdruck „Irrational Exuberance“ (deutsch: Irrationaler Überschwang) kommt vom ehemaligen amerikanischen Notenbank Chef Alan Greenspan. Er warnte in einer Rede vom 5.12.1996 vor zu hohen Aktienpreisen. Die Aktienkurse stiegen danach noch vier Jahre lang stark.

Der Nobelpreisträger Robert Shiller, benannte sein Buch im März 2000 mit dem Titel: „Irrational Exuberance“. Er geht darin auf das Thema ineffiziente Märkte und Blasen ein. Kurz nach der ersten Auflage platzte die Internet-Blase. Das Buch wurde zum Bestseller. Nach der zweiten Auflage brach die Finanzkrise aus. Nach Shiller gibt es verschiedene Ursachen für die Entstehung von Blasen. Eine Ursache ist die Geldpolitik, mit zu niedrigen Zinsen.


Wo stehen wir heute? Gibt es aktuell einen „Irrationaler Überschwang“. Der aktuelle Börsengang von SNAP (Mutterkonzern von SNAPCHAT) erinnert an die wilden Zeiten vom „Neuen Markt“ in Deutschland. Bei SNAP war der Verlust 2016 höher als der Umsatz. In dem bei der US-Börsenaufsicht eingereichten Prospekt kann man den folgenden Satz lesen: „Wir haben in der Vergangenheit operativ einen Verlust erwirtschaftet, erwarten in der Zukunft weitere Verluste und werden möglicherweise nie profitabel werden.“ 

Nach dem fulminanten Börsendebüt ist SNAP an der Börse mit ca. 30 Milliarden Dollar höher bewertet als Linde, Deutsche Bank, Fresenius Medical Care, Beiersdorf, Infineon, HeidelbergCement, Deutsche Börse oder Eon…

In Deutschland sehe ich übrigens keinen generellen „Irrationaler Überschwang„. Es gibt noch viele günstige Aktien mit geringen Kurs Gewinn Verhältnis und attraktiver Dividendenrendite. 

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