Wisst ihr, was die "Effizienzmarkthypothese" ist? Das ist diese noble Theorie, die besagt, dass Finanzmärkte immer alle verfügbaren Informationen perfekt verarbeiten und Preise daher immer "fair" sind.
Ich habe diese Theorie heute Morgen überprüft. Ergebnis: Ich
glaube, der Markt hat gestern Nacht zu viel gefeiert und schläft noch seinen
Rausch aus.
Lass uns über Victory Square Technologies ($VST) sprechen.
Stell dir vor, ich biete dir eine Brieftasche an. Du fragst: "Was
ist drin?" Ich sage: "122 Dollar in bar. Frisch
gedruckt. Außerdem noch ein paar Gutscheine für andere Tech-Startups,
vielleicht wertvoll, vielleicht nicht. Und die Brieftasche selbst ist aus gutem
Leder." Du fragst: "Okay, was kostet die
Brieftasche?" Ich sage: "74 Dollar."
Du würdest mich anstarren. Du würdest nach der versteckten Kamera
suchen. Du würdest fragen, ob die 122 Dollar Falschgeld sind oder ob die
Brieftasche verflucht ist.
Aber genau das passiert gerade bei Victory Square Technologies.
Die Mathematik des Wahnsinns
Hier ist die einfache Rechnung, die so absurd ist, dass man sie
zweimal in den Taschenrechner tippen muss:
- Victory Square besitzt
über 25 Millionen Aktien von Hydreight Technologies
($NURS).
- Hydreight ist an der Börse
beliebt. Diese Aktien sind aktuell rund 122,8 Millionen CAD wert.
- Victory Square selbst ist an
der Börse aber nur 74,6 Millionen CAD wert.
Das bedeutet: Wenn du VST-Aktien kaufst, bekommst du die
Hydreight-Beteiligung mit einem Rabatt von fast 40% – und alles andere (das
gesamte restliche Portfolio von VST, das operative Geschäft, die Kaffeemaschine
im Büro) gibt es gratis dazu.
Schlimmer noch: Der Markt sagt uns im Grunde, dass der Rest von VST
einen negativen Wert von fast 50 Millionen Dollar hat. Als
müssten sie Strafe zahlen, nur um zu existieren. Dabei hat das Unternehmen
keine Schulden. Es ist, als würde man einen Ferrari kaufen, und der Händler
legt noch 50.000 Euro in das Handschuhfach, damit man ihn bitte vom Hof fährt.
Warum existiert dieser "Free Lunch"?
In der Finanzwelt nennt man das "Holding Company
Discount". Investoren sind faul. Sie mögen keine verschachtelten
Beteiligungen. Sie denken: "Meh, wenn VST die Aktien verkauft,
müssen sie vielleicht Steuern zahlen", oder "Was, wenn
der CEO das Geld nimmt und sich eine Insel kauft, auf der Zwergponys in
Smokings herumlaufen?"
Das sind faire Bedenken. Aber ein Discount von fast 60% auf den
reinen Asset-Wert? Bei einem schuldenfreien Unternehmen?
Das ist kein "Discount" mehr. Das ist ein Ausverkauf,
weil der Laden brennt – nur dass hier nichts brennt. Hydreight wächst (sie
machen diese mobilen Gesundheitsdienste und IV-Therapien, sehr trendy), und VST
sitzt auf dem Berg an Aktien.
Fazit: Effizient ist nur meine Faulheit
Sind Finanzmärkte effizient? Nein. Märkte sind eine Herde von
Katzen, die einem Laserpointer hinterherjagen. Im Moment zeigt der Laserpointer
auf KI-Aktien und Krypto-Memes, während VST in der Ecke sitzt und mit
Geldbündeln wedelt, die keiner beachtet.
Ist das eine Anlageberatung? Um Himmels willen, nein. Ich bin nur
ein Typ im Internet, der rechnen kann. Vielleicht implodiert Hydreight morgen.
Vielleicht entdecken wir, dass VST-Aktien aus dunkler Materie bestehen.
Aber wenn du nach einer Wette suchst, bei der die Mathematik so
schief ist, dass sie fast umfällt: Hier ist sie. Ein 61%iges Kurspotenzial, nur
um auf "Null" (den fairen Wert der Hydreight-Beteiligung) zu kommen.
Der Markt mag "effizient" sein, aber manchmal ist er
einfach nur schlecht in Mathe. Und das ist meistens der Moment, wo es Spaß
macht.
Ich nutze zur internationalen Aktienanalyse/Aktienrecherche insbesondere auch abseits BRD/USA
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Alle Inhalte dienen nur zur Information und stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Finanzmarktinstrumenten dar. Selbstverständlich bemühe ich mich, die Fakten nach bestem Wissen und Gewissen zu präsentieren, aber sie können trotzdem ganz oder teilweise falsch sein.
Daher gilt: Ich übernehme keinerlei Haftung für Anlageentscheidungen, die Sie aufgrund der hier präsentierten Informationen treffen.
Interessenkonflikt: Der Autor dieser Publikation hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktien/Wertpapiere der hier besprochenen Werte/Unternehmen und hat die Absicht, diese je nach Marktsituation zu veräußern.


